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Was ist MCP (Model Context Protocol) und wie funktioniert es?

Was ist MCP (Model Context Protocol) und wie funktioniert es?

Was ist MCP?

MCP steht für Model Context Protocol. Man kann es sich wie eine gemeinsame Sprache vorstellen, mit der ein KI-Modell (z. B. Claude) mit externen Programmen und Diensten "reden" kann — zum Beispiel mit Google Drive, einer Datenbank oder einem eigenen Tool, das man selbst gebaut hat.

Ohne MCP müsste man für jedes Tool eine eigene, individuelle Verbindung programmieren. MCP macht daraus ein einheitliches Format: Ein Tool, das MCP "spricht", kann von jedem KI-Modell verstanden werden, das MCP ebenfalls unterstützt — und umgekehrt.

Eine einfache Analogie

Stell dir MCP wie eine Steckdose mit Standard-Stecker vor:

  • Früher hatte jedes Gerät (Tool) vielleicht einen eigenen Stecker-Typ, und man brauchte für jedes einen eigenen Adapter.
  • MCP definiert einen einheitlichen "Stecker". Jedes Tool, das diesen Stecker verwendet, passt in jede Steckdose (jedes KI-Modell), die den gleichen Standard unterstützt.

Wie funktioniert es grob?

MCP besteht aus zwei Seiten:

  1. Server – das ist das externe Tool oder der Dienst (z. B. "lies eine Datei", "suche in einer Datenbank", "erstelle einen Kalendereintrag"). Der Server sagt: "Das kann ich alles für dich tun."
  2. Client – das ist die KI-Anwendung (z. B. Claude), die diese Fähigkeiten nutzen möchte.

Der Ablauf ist ungefähr so:

  1. Der Server stellt eine Liste von "Fähigkeiten" bereit (man nennt sie Tools) — zum Beispiel "Datei lesen" oder "Termin erstellen".
  2. Das KI-Modell entscheidet während eines Gesprächs, ob es eine dieser Fähigkeiten braucht, um die Anfrage der Nutzerin oder des Nutzers zu erfüllen.
  3. Das Modell "ruft" das passende Tool mit den nötigen Informationen auf.
  4. Der Server führt die Aktion aus und schickt das Ergebnis zurück.
  5. Das Modell nutzt dieses Ergebnis, um eine hilfreiche Antwort zu geben.

Warum ist das nützlich?

  • Einheitlichkeit: Entwickler müssen nicht für jedes KI-Modell eine eigene Integration schreiben.
  • Erweiterbarkeit: Man kann eigene Tools bauen (z. B. Zugriff auf die eigene Firmendatenbank) und sie über MCP für KI-Modelle verfügbar machen.
  • Sicherheit: Der Server entscheidet genau, welche Aktionen erlaubt sind — die KI kann nicht "einfach alles" tun, sondern nur das, was der Server explizit anbietet.

Kurz zusammengefasst

MCP ist im Grunde ein gemeinsamer Standard dafür, wie KI-Modelle mit der "Außenwelt" (Dateien, Datenbanken, Apps) sprechen. Es macht KI-Anwendungen flexibler, weil neue Tools einfach angebunden werden können, ohne dass für jede Kombination aus Modell und Tool eine eigene Speziallösung gebaut werden muss.